Schützenbruderschaft St. Peter und St. Paul Schöppingen

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Sven Mersmann holt den Vogel von der Stange

„Ich will heute unbedingt König werden!“ Gesagt, getan! Nach der direkten Ansage an die anderen Thronanwärter der Peter-und-Paul-Schützenbrüder dauerte es nur noch wenige Minuten: Sven Mersmann holte am Sonntag den Vogel mit dem 176. Schuss tatsächlich von der Stange. Jubel auch beim Throngefolge: Die Kleider warteten nicht umsonst schon im Schrank.


Auch Schießmeister lieben den Nervenkitzel: Mal selbst auf den Vogel zielen und ein paar Schuss abgeben kann aber auch mal versehentlich zur Königswürde führen. Wenn das hölzerne Federvieh im falschen Moment zu Boden fällt. „Das macht das Schießen doch noch spannender“, schmunzelt Elmar Möllenkotte und hält noch einmal direkt auf das Ziel hoch oben im Geschoßfang. Absichtlich daneben schießen ginge auch gegen die Jägerehre.

 

An Interessenten für das Majestätenamt mangelt es dem Schützenverein nicht. Gleich vier Kandidaten geben sich in der heißen Phase das Gewehr in die Hand. In schnellem Tempo durchsiebt der Schrot den Vogel. Bis zu einer kurzen Feuerpause: „Der Gewehrlauf ist zu warm, wir müssen die Waffe wechseln“, verkünden die Schießmeister. Ein Wink noch zu den Kindern, die hinter der Absperrung auf ein Zeichen warten. „Ihr könnt!“, ruft Andreas Niehoff ihnen zu.

 

Flink sammeln die Jüngsten die hölzernen Trophäen auf dem Boden zusammen. Die wollen sie zur Proklamation dem König gegen einen Obolus verkaufen. Danach geht es Schlag auf Schlag. Dicke Brocken brechen aus dem Federvieh und nun mischen sich auch die Schießmeister nicht mehr unter die Schützen. „Jetzt ist es zu riskant.“ Gut so, denn der Vogel ziert sich nicht mehr lange und segelt nach einem Treffer von Sven Mersmann zu Boden.

 

Als der frisch gebackene König mit Nadine Stetzka seine auserwählte Königin verkündet, fließen bei einem Mann sogar die Freudentränen. Anton Overkamp hat das Glück seiner Tochter schier überwältigt. Als Ehrendamen nehmen Jennifer Hermes und Kristin Aertken, als Ehrenherren Jens Krüger und Thomas Stetzka mit auf dem Thron Platz.

 

Beim anschließenden Schafschießen auf das Schöppinger Wappentier triumphiert Helmut Bleck und darf sich für ein Jahr Schafschützenkönig nennen.

 

Hoch zufrieden ist Tomas Bitter, erster Vorsitzender des Vereins: „Der Standort hier am Mühlenkamp hat sich im vergangenen Jahr so gut bewährt.“ Auch der Familientag und die Warm-up-Party vom Samstag hätten großen Zuspruch gefunden. „Besonders die Jungschützen waren sehr engagiert“, lobt er den Vereinsnachwuchs. Ein besonderes Jubiläum geht im Trubel des Nachmittages beinahe unter: Seit bereits 40 Jahren begleitetet der Wettringer Spielmannszug Tie Esch das Schützenfest. „Wir werden uns im September revanchieren“, sagt Bitter. „Dann feiert das Ensemble sein 50-jähriges Bestehen.“

 

(Quelle: WN 06.07.2017, http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Schoeppingen/2888887-Schuetzenfest-von-St.-Peter-und-St.-Paul-Sven-Mersmann-holt-den-Vogel-von-der-Stange)

 

Anmerkungen


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Thomas Bitter ist neue Majestät

Zum ersten Mal seit der Wiedergründung 1956 wird die Schützenbruderschaft St. Peter und St. Paul von ihrem Vorsitzenden regiert. Am Sonntag streckte Thomas Bitter beim Vogelschießen das hölzerne Federvieh zu Boden. Seine Majestät wählte Dorothe Kösters zu seiner Königin. Die Kiste Bier hätte Geschäftsführer Helmut Möllenkotte verloren. Noch zwei Tage zuvor wollte er um jene Kiste wetten, dass...

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